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Ein Besuch der Abtei Sénanque bedeutet, ein noch bewohntes Zisterzienserkloster zu entdecken, das in einem geschützten Tal in der Nähe von Gordes liegt. Die Besichtigung erfolgt unter Wahrung des klösterlichen Lebens, nach Modalitäten, die je nach Jahreszeit und Zeiten der Einkehr der Gemeinschaft variieren.
Abteikirche, Kreuzgang, Kapitelsaal sowie die natürliche Umgebung des Tals bilden einen schlichten und kontemplativen Rundgang, der für seine Authentizität und seine harmonische Einbindung in die Landschaft des Luberon sehr geschätzt wird. Besonders im Sommer, vor allem während der Lavendelblüte, stark besucht, zeigt sich die Abtei außerhalb der Saison in einer deutlich ruhigeren Atmosphäre, die zu einer gelasseneren Entdeckung einlädt.
Vor Ihrem Besuch empfiehlt es sich, sich über die wichtigsten Hinweise und Besuchsregeln zu informieren, um diese emblematische Sehenswürdigkeit des Luberon in vollen Zügen zu genießen und ihren lebendigen Charakter zu respektieren.
Wichtige Hinweise und Besuchsregeln zum Erhalt der Stille und des lebendigen Charakters des Klosters.
Erweitern Sie Ihre Entdeckung mit dem Dorf Gordes und seinen wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Nähe.
Gordes entdeckenEingebettet am Grund eines geschützten Tals bietet die Abtei Sénanque eines der vollendetsten Zeugnisse der romanischen Zisterzienserarchitektur in der Provence. Abseits von Dörfern und großen Verkehrsachsen entfaltet sie sich in einer Landschaft, die von Stille, Stein und Licht geprägt ist.

Die Abtei Sénanque wurde im 12. Jahrhundert gegründet und wird bis heute von einer Gemeinschaft von Zisterziensermönchen bewohnt. Sie ist kein im Laufe der Zeit erstarrtes Denkmal, sondern ein lebendiger Ort im tiefsten Sinne des Wortes, an dem eine nahezu tausendjährige monastische Tradition fortbesteht.
Seit fast neun Jahrhunderten ist der Alltag von einem unveränderlichen Rhythmus aus Gebet, Arbeit und Stille geprägt. Diese außergewöhnliche Kontinuität verleiht Sénanque eine ganz besondere Atmosphäre, in der Geschichte nicht nur betrachtet, sondern gelebt wird. Die Gebäude, die zur Begleitung des geistlichen Lebens entworfen wurden, sind keine bloßen architektonischen Zeugnisse, sondern der Rahmen eines bis heute aktiven gemeinschaftlichen Lebens.
In Sénanque bilden Architektur, Spiritualität und Geschichte eine untrennbare Einheit.
Sénanque, lange Zeit in seiner Einsamkeit vergessen und wie durch ein Wunder bewahrt, ist ein Relikt des Mittelalters.
M. Montrond, 1858
Die monastische Gemeinschaft lebt nach der Regel des heiligen Benedikt. Die Besichtigungen finden zu festen Zeiten statt, während sich die Mönche in die Klausur zurückziehen.

Die Wahl des Standorts von Sénanque entspricht voll und ganz dem zisterziensischen Ideal. Wie bei den ersten Gründungen des Ordens suchten die Mönche einen abgeschiedenen Ort (das „Leben in der Wüste“), der zur Besinnung und zu einem auf das Wesentliche ausgerichteten Gemeinschaftsleben geeignet ist.
Das Tal der Sénancole bietet Wasser, Kalkstein und Holz, die für die Autarkie der Abtei notwendig sind, sowie eine Abgeschiedenheit, die das Gebet begünstigt.
Hier ist die Natur nicht nur Kulisse. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Erlebnisses dieses Ortes.
Von den zisterziensischen Ursprüngen bis zur Rückkehr der Mönche - entdecken Sie die wichtigsten Etappen, die die Abtei im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben.

Im 13. und 14. Jahrhundert erlebte die Abtei eine Phase des Wohlstands und der Ausstrahlung. Dank der Schenkungen bedeutender Adelsfamilien erweiterte Sénanque seinen Besitz und stärkte seinen spirituellen, landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Einfluss.
Ab dem 15. Jahrhundert geriet die Abtei in eine Phase des Niedergangs. Politische Krisen, religiöse Konflikte, Epidemien und wirtschaftliche Schwierigkeiten schwächten die Gemeinschaft nachhaltig.
Im 19. Jahrhundert entging die Abtei der Zerstörung. Eine monastische Gemeinschaft ließ sich 1854 erneut nieder, bevor die Mönche 1988 endgültig zurückkehrten.
Eine der größten Besonderheiten der Abtei Sénanque liegt in ihrer bis heute lebendigen Bestimmung. Eine Gemeinschaft von Mönchen führt dort auch heute noch ein Leben im Rhythmus von Gebet, Arbeit und Stille, in einer nahezu tausendjährigen Tradition.
Getreu der Regel des heiligen Benedikt haben sich die Mönche für ein einfaches, brüderliches Leben entschieden, das ganz auf die Suche nach Gott ausgerichtet ist. Diese lebendige Präsenz verleiht der Abtei eine besondere Atmosphäre, die bereits beim Betreten des Geländes spürbar wird.

Die Architektur der Abtei Sénanque verkörpert das zisterziensische Ideal in seiner vollendetsten Form. Frei von jeder überflüssigen Verzierung, setzt sie auf die Reinheit der Linien, das Gleichgewicht der Räume und den bewussten Einsatz des Lichts.
Jeder Raum ist auf das geistliche Leben ausgerichtet. Das Licht, niemals spektakulär, begleitet das Gebet und unterstreicht die Schlichtheit der Formen. Die allgegenwärtige Stille ist kein Mangel an Geräuschen, sondern eine innere Haltung, die durch die Architektur selbst gefördert wird.
Heute setzt die Abtei Sénanque ihre Aufgabe des Gebets, der Arbeit und der Gastfreundschaft fort. Die Mönche sorgen für den Erhalt der Anlage und betreiben verschiedene landwirtschaftliche Tätigkeiten, im Einklang mit ihrer Berufung und im Respekt vor der Umwelt.
Die Erzeugnisse ihrer Arbeit sowie die Besichtigungen tragen zur Erhaltung, Restaurierung und Weitergabe dieses außergewöhnlichen Kulturerbes im Herzen des Luberon bei.


Den Maquis-de-Gordes-Weg entdecken
Unterhalb der Abtei Sénanque bietet der Maquis-de-Gordes-Weg eine eindrucksvolle Wanderung durch das Tal der Sénancole. Der Weg führt durch wilde Schluchten, Kalksteinfelsen und schattige Wälder und eröffnet beeindruckende Ausblicke auf die Abtei und ihre zisterziensische Lage.
Der historisch geprägte Weg folgt zudem alten Pfaden, die mit der Résistance während des Zweiten Weltkriegs verbunden sind. Eine Wanderung zwischen Landschaft und Erinnerung, in einer geschützten und stillen Naturkulisse.
Fotogalerie





Praktische Informationen über Abtei von Sénanque
Öffnungszeiten und Zeiträume
Vom 01/01 bis 31/12/2026 täglich.
Ausnahmsweise geschlossen am 12/01, 13/01, 30/01, 03/04, 1. Januar und 25. Dezember.
Variable Öffnungszeiten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.senanque.fr.
Außergewöhnliche Schließtage:
1. Januar, 12. und 13. Januar, 30. Januar, 3. April
und 25. Dezember.
Jeden Sonntagvormittag sowie am Vormittag des 14. Mai, 15. August und 1. November geschlossen.
Preis(s)
Erwachsene : 8 €
Reduzierter Preis : 4 € (Arbeitssuchender, Mensch mit Behinderung)
Kinder (6-17 Jahren) : 4 €
Student : 6 € (Von 18 bis 25 Jahren, gegen Vorlage des Studentenausweises.).
Kostenlos für Kinder unter 6 Jahren.
Kostenlos für Priester, Ordensleute, Reiseleiter und Einwohner von Gordes.
Informationen
AusrüstungDienstleistungen
Sprachen
Bezahlverfahren

Häufig gestellte Fragen
Wie gelangt man zur Abtei von Sénanque ?
Mit dem Auto: Von Coustellet aus fahren Sie über die D900 nach Gordes und nehmen anschließend die D177 in Richtung Venasque. Die Abtei liegt etwa 9 km entfernt. Für die Rückfahrt ist die D177 vom 15. März bis 30. September für Pkw eine Einbahnstraße sowie ganzjährig für Reisebusse, Wohnmobile und Lkw. In diesem Zeitraum erfolgt die Rückfahrt über den Col des Trois Termes und anschließend über die D244 Richtung Gordes. Zu Fuß: Rechnen Sie mit etwa 1 Stunde Gehzeit ab dem Dorf Gordes.
Ist die Abtei von Sénanque ganzjährig geöffnet ?
Die Abtei von Sénanque ist das ganze Jahr über geöffnet. Sie kann täglich im Rahmen einer freien Besichtigung oder einer Führung besucht werden (Öffnungszeiten je nach Saison unterschiedlich). In der Sommerzeit wird eine Online-Reservierung über die Website der Abtei empfohlen.
Wie lange dauert der Besuch ?
Die Führung dauert etwa 1 Stunde (bitte etwa zehn Minuten vor Beginn eintreffen). Bei einer freien Besichtigung mit dem HistoPad variiert die Dauer je nach individuellem Tempo, es empfiehlt sich jedoch, zwischen 1 und 1,5 Stunden einzuplanen.
Wie viele Mönche leben in der Abtei von Sénanque ?
In der Abtei lebt eine kleine Gemeinschaft von sieben Zisterziensermönchen. Die Anzahl kann im Laufe der Zeit variieren, bleibt jedoch bewusst begrenzt. Die Gemeinschaft lebt nach der Regel des heiligen Benedikt und legt den Schwerpunkt auf Gebet, Arbeit und Stille.
Kann man die Abtei mit Kindern besuchen ?
Ja, die Abtei ist für Familien zugänglich. Aufgrund der historischen Bausubstanz (Stufen und unebene Böden) ist der Besuch jedoch nicht für Kinderwagen geeignet.
Sind der Klosterladen und die Buchhandlung während des Besuchs geöffnet ?
Der Klosterladen und die Buchhandlung sind montags bis samstags von 10:00 bis 17:00 Uhr sowie sonntags von 13:45 bis 17:00 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten können saisonal variieren; bitte informieren Sie sich vorab auf www.senanque.fr .
Wann blüht der Lavendel an der Abtei von Sénanque ?
Die Lavendelblüte beginnt in der Regel Mitte Juni und dauert bis Mitte Juli, wenn das Tal rund um die Abtei besonders eindrucksvoll ist. Das Betreten der Lavandinfelder ist nicht erlaubt, um die landwirtschaftliche Arbeit der Mönche zu schützen.